St. Quirinus Fürstätt 8. Juni 2017

Pfingstlager 2017

Dieses Jahr haben die Fürstätter Pfadfinder sich mit den Wölflingen aus Prutting zu einem gemeinsamen Pfingstlager verabredet. Wir dürfen wieder die schöne Wiese auf der Anhöhe hinter der Quirinus-Kirche nutzen. Der Bauer hat sie freundlicherweise extra für uns ein paar Tage vorher gemäht. Unser Material haben wir in der letzten Gruppenstunde schon auf einem Anhänger verstaut, so dass es gleich am Samstag, dem ersten Ferientag, losgeht.

Bei bestem Wetter – fast war es schon zu heiß – bauen wir am Samstag unser Zeltdorf auf. Erst die Jurte als Gemeinschaftszelt und das Küchenzelt – damit gekocht werden kann. Nach sehr leckeren Spagetti Bolognese baut dann jede Gruppe ihr Schlafzelt auf. Immer fünf bis sechs Kinder sind in einem der weißen Tichino-Zelte. Beim Aufbau dieser Zelte kommt uns die Übung zugute und bald können es die Kinder sicher ganz allein aufbauen. Im Anschluss werden die Feuerstelle und der Lagerturm gebaut, bevor wir den Tag mit Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Am Pfingstsonntag ist das Wetter etwas durchwachsen. Wir haben Workshops vorbereitet: In der großen Jurte findet der Erste-Hilfe-Workshop statt: Was tun bei Bewusstlosigkeit, wie ist ein Verband anzulegen und wie geht die stabile Seitenlage? Im Küchenzelt erfahren die Pfadfinder von den Kräften der Kräuter: Wozu sind Brennnessel, Zwiebel und viele andere Pflanzen nützlich? Nach diesem Workshop behandeln jedenfalls alle ihre Mückenstiche erfolgreich mit Breitwegerich. Und an der Feuerstelle lernen die Kinder die Geschichte der Pfadfinderbewegung spielerisch kennen. Herzlichen Dank an alle Eltern und Helfer, die zu diesen Workshops beigetragen haben!

Am Nachmittag stehen Spiele und Lagerbauten auf dem Programm. Max, der Bildhauer,  gestaltet kunstvoll ein Lagerkreutz, das zukünftig unseren Gruppenraum schmücken wird. Später kommt unser Diakon Erwin Brader mit seinem Radl zu uns ins Lager. Im Regen. Noch dazu verfährt er sich … er ist halt noch kein Pfadfinder. Als wir aber mit der Feldmesse anfangen, geht der Himmel auf und die Sonne scheint. Das passt ja so gut zu Pfingsten, dass es fast schon kitschig wirkt. Der Regen bleibt fern und wir können den Feiertag mit einer Grillparty und einer Fackelwanderung abschließen.

Wie immer haben wir einen Plan für die Nachtwache ausgearbeitet. Wie immer haben die Leiter die erste Schicht. Und wie immer behalten sich die Leiter vor, die erste Schicht der Kinder zu wecken, wenn sie eine Nachwache für nötig halten, oder die Kinder weiterschlafen zu lassen, wenn es keine Nachtwache braucht. In der Nacht zum Pfingstmontag, noch während die Leiter ihre Schicht schieben, gibt es verdächtige Wahrnehmungen. Im Wald knacken Äste. Es ist nicht das Knacken von Ästen, wie es Wildschweine verursachen. Und auch nicht das Astknacken der Rehe. Sondern es war das Knacken, wie es Großkarolinenfelder Pfadfinder machen – da sind wir uns ganz sicher. Also durchleuchten Max und Felix den Wald, aber leider gelingt den Besuchern die Flucht. So verängstigte Großkarolinenfelder würden nicht wieder kommen, das war klar, also kein Grund die Nachwache zu aktivieren. Aber wir holen noch unser Banner ein, falls es in der Nacht regnen sollte. 😉

Am nächsten Morgen finden wir dann diesen Brief an unserer Feuerstelle:

Liebe Großkarolinenfelder, vielen Dank fürs Aufräumen. Es ist toll, von Euch Ordnung zu lernen, schließlich habt ihr so viel mehr Erfahrung. Das soll uns wirklich einen Kasten Hopfenbrause wert sein. Holt den doch bitte mal bei uns in der Gruppenstunde ab, ok?

Am Montag müssen unsere Pfadfinder dann beim Georgslauf ihr Wissen und Können unter Beweis stellen. Nur anhand von Wegzeichen erkennen sie die Route und finden die Posten. Naja, genau genommen muss man sagen: Fast alle Gruppen finden fast alle Posten. Bei Monis Posten geht es um Naturkunde, bei Max um Knoten und Lagerbauten, bei Lucas um Pfadfindergeschichte, bei Tonio um Karten und bei Felix um Feuer. Ja, mit diesen Themen kennen sich unsere Wölflinge und Jungpfadfinder gut aus.

Zurück im Lager reagieren wir auf den Wetterbericht: Ab Montagabend und auch am Dienstag soll es sehr viel regnen. Gerade sind doch unsere Zelte so schön trocken. Haben wir ein Glück, dass wir ins Pfarrheim ausweichen können. Also wird schnell am Montagnachmittag alles zusammengepackt: Das persönliche Gepäck, die Schlafzelte, die Lagerbauten – nur noch unsere Jurte steht, als der Regen kommt. Und wie er kommt. Und während unsere Pfadis ins Pfarrheim marschieren erwischt sie auch noch der Hagel. In all dieser Aufregung können wir gar nicht unsere Pruttinger Freunde ordentlich verabschieden, die planmäßig abreisen, und auch die Siegerehrung vom Georgslauf kommt nicht mehr zustande. Völlig durchnässt möchte ein Teil der Fürstätter Pfadfinder nach Hause abgeholt werden, während andere sich noch auf eine Übernachtung im Pfarrheim freuen.

Bis Dienstagnachmittag gibt es dann noch zwei Filmvorführungen im Pfadi-Kino und natürlich viel Arbeit, unser Material zu säubern und zu trocknen.

 

 

Vielen Dank an Hardy Konopka für die tollen Luftaufnahmen vom Lagerplatz.

Tonio , ,

2 Responses

  1. Doris

    24. Juni 2017: Vielen lieben Dank! Das ist große Klasse was ihr geleistet habt. Und es sieht auch noch so aus als wenn der Regen weder euren Spaß vertrieben hätte noch eurer schnell abgebauten Zelte verweht hätte. Danke An die Leiter der pfadfinfergruppe Fürstätt

     
    • Tonio

      24. Juni 2017: Dir auch vielen Dank, Doris, für den Kräuterkunde-Workshop.